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Die Seismik in Bielefeld umfasst ein breites Spektrum geophysikalischer Untersuchungsverfahren zur Erkundung des oberflächennahen und tieferen Untergrunds. Im Fokus stehen die Refraktions- und Reflexionsseismik sowie Oberflächenwellenverfahren wie MASW, die gemäß DIN EN 1997-2 sowie den Empfehlungen des DGGT-Arbeitskreises „Geophysik“ und der Deponieverordnung durchgeführt werden. Die regionalgeologische Situation ist durch mesozoische Festgesteine des Teutoburger Waldes und quartäre Lockersedimente der Ravensberger Mulde geprägt – ein Kontrast, der eine hochauflösende seismische Erkundung essenziell macht, um Schichtgrenzen, Verwitterungszonen und potenzielle Störungsflächen zuverlässig abzubilden.
Methodisch stützen wir uns auf die Vorgaben der DIN 19700 für Bauwerke in Erdbebengebieten sowie die Anwendung der DIN 45672 zur Spektralanalyse von Bodenbewegungen. Die seismischen Messungen werden als 2D-Profile oder 3D-Tomographie mit Geophonabständen von 1 bis 5 Metern konzipiert, um die Anforderungen der geotechnischen Kategorie GK 2 und GK 3 nach DIN 4020 zu erfüllen. Die Kombination mit direkten Aufschlussverfahren wie dem Cone Penetration Test (CPT) und Standard Penetration Test (SPT) ermöglicht eine Kalibrierung der seismischen Geschwindigkeitsmodelle, wodurch aus den Scherwellengeschwindigkeiten (Vs,30) belastbare Baugrundklassen nach DIN EN 1998-1 abgeleitet werden können.
In Bielefeld kommen seismische Verfahren typischerweise bei der Gründungsberatung für Hochbauten in Hanglagen des Teutoburger Waldes zum Einsatz, wo Karsthohlräume im Muschelkalk eine erhebliche Subrosionsgefahr darstellen. Ebenso sind sie Bestandteil der Baugrunderkundung für Infrastrukturprojekte wie die Erweiterung von Verkehrswegen im Bereich der A2 oder für Retentionsbodenfilter im Zuge des Hochwasserschutzes. Ein weiterer Anwendungsschwerpunkt ist die Überwachung von Setzungsprozessen in den Lössgebieten des Ravensberger Hügellandes, wobei die seismische Tomographie durch In-Situ wie den Flachdilatometer-Versuch (DMT) ergänzt wird, um Spannungszustände zu quantifizieren.
Der Untersuchungsprozess beginnt mit einer Planung auf Basis von Vorinformationen aus dem geologischen Dienst NRW, gefolgt von der Feldmessung mit impulsartigen oder vibrierenden Quellen. Die Datenverarbeitung umfasst Laufzeitinversion und Frequenz-Wellenzahl-Analyse zur Erstellung von Tiefenprofilen der P- und S-Wellen. Als Ergebnis erhalten Sie seismische Sektionen, interpretierte Schichtmodelle und dynamische Bodenkennwerte, die direkt in FE-Berechnungen einfließen können. Der entscheidende Mehrwert liegt in
Antwort innerhalb von 24h.
E-Mail: kontakt@geotechnik.sbsVor Ort mit Tensiometern und Thermoelement-Psychrometern. Die Daten erfassen wir über mehrere Wochen, um saisonale Schwankungen abzubilden.
Bestimmung der Saugspannungs-Sättigungs-Beziehung nach dem Filterpapier-Verfahren. Liefert die Grundlage für jede Strömungs- und Setzungsberechnung.
Wir simulieren den Wasserhaushalt im Boden mit FE-Modellen (z.B. Plaxis oder GeoStudio). Das Ergebnis: realistische Setzungsprognosen für Ihre Baugrube.
DIN 18196 – Erd- und Grundbau: Bodenklassifikation, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Entwurf, Berechnung und Bemessung, DIN 18 – Standard Test Methods for Determination of the Soil Water Characteristic Curve
Bielefeld liegt im Übergangsbereich von Löss- und Tonböden. Diese reagieren stark auf Feuchte. Ohne die unterschätzen Sie Setzungen und Scherfestigkeitsverluste – besonders in Hanglagen oder bei Grundwasserabsenkungen.
Wir messen die Saugspannung, den Wassergehalt, die ungesättigte Durchlässigkeit und die effektiven Spannungsparameter (c', φ'). Aus diesen Werten leiten wir die Bodenwasser-Kennlinie und die Scherfestigkeit unter ungesättigten Bedingungen ab.
Die Feldmessung dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen, je nach Anzahl der Messstellen. Der Laborversuch ist in 1 bis 2 Wochen abgeschlossen. Die gesamte inklusive Bericht liegt nach 4 bis 6 Wochen vor.
Ja, sehr gut. Bei Rissen oder Setzungen an bestehenden Bauwerken ermitteln wir den aktuellen Feuchtezustand des Bodens. So lässt sich klären, ob die Schäden durch Sättigung oder Austrocknung entstanden sind – und welche Sanierung sinnvoll ist.