In Bielefeld treffen wir auf zwei völlig unterschiedliche Bodenwelten: Während die Bielefelder Innenstadt und die Hanglagen zum Teutoburger Wald oft auf verwitterte Ton- und Schluffsteine mit hoher Plastizität stoßen, dominieren im Ravensberger Mulde – etwa in Jöllenbeck oder Heepen – quartäre Tone und Geschiebemergel mit mittlerer bis hoher Plastizität. Die Atterberg-Grenzen sind hier der Schlüssel, um zu entscheiden, ob ein Boden als bindend oder nichtbindend eingestuft wird, und damit für den Aushub und die Füllbarkeit entscheidend.

Die Atterberg-Grenzen sind das Bindeglied zwischen Bodenmechanik und Praxis – sie entscheiden über Aushubklasse und Gründungsart.