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Geogitter-Spezifikation in Bielefeld – Normgerechte Auswahl für den Erdbau

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Die DIN EN ISO 10318-1:2015 definiert die Begriffe und Anforderungen an Geokunststoffe, doch die Geogitter-Spezifikation für ein Bauvorhaben in Bielefeld muss darüber hinaus die lokalen Bodenverhältnisse berücksichtigen. Bielefeld liegt am Übergang vom Ravensberger Hügelland zur Senne – einer Landschaft mit wechselhaften sandigen Lehmen und stellenweise hoch anstehendem Grundwasser. Für die Bemessung von Bewehrungsgittern in Tragschichten oder an Böschungen ist daher eine präzise Angabe der Kurzzeit- und Langzeitfestigkeit nach DIN EN ISO 10319 unerlässlich. In Kombination mit einer Klassifikation der Böden nach DIN 18196 lässt sich das passende Gittertyp sicher bestimmen.

Illustratives Bild von Geogitter-Spezifikation in Bielefeld
Die Geogitter-Spezifikation in Bielefeld muss die kriechrelevanten Einflüsse tonig-schluffiger Böden und wechselfeuchter Klimabedingungen zwingend abbilden.

Methodik und Umfang

Die wechselfeuchten Bedingungen in Bielefeld – mit Jahresniederschlägen um 800 mm und tonig-schluffigen Zwischenlagen – beeinflussen die Kriechneigung von Geogittern maßgeblich. Bei der Spezifikation müssen der Teilsicherheitsbeiwert für das Langzeitverhalten (gemäß EBGEO, Abschnitt 6) und die zulässige Gebrauchsspannung unter Dauerlast berücksichtigt werden. Vor der endgültigen Gitterauswahl empfiehlt sich ergänzend ein Versuch im Plattendruckversuch zur Ermittlung des Verformungsmoduls auf dem Planum. Folgende Parameter sind für die Ausschreibung in Bielefeld obligatorisch:
Technisches Referenzbild — Bielefeld

Lokale Besonderheiten

Das größte Risiko bei einer unzureichenden Geogitter-Spezifikation in Bielefeld ist das vorzeitige Versagen der Bewehrung durch Kriechen in bindigen Böden. Besonders in den feuchten Senken des Ravensberger Hügellandes können sich die Gitter unter Dauerlast um mehrere Prozent dehnen, was zu unzulässigen Setzungen der darüber liegenden Schicht führt. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Unterschätzung der dynamischen Belastung durch den Schwerlastverkehr auf Gewerbegebieten – hier fordern die aktuellen RStO 12 und die ZTV SoB-StB klar definierte Gittersteifigkeiten. Fehlt die Abstimmung mit einem Erddrucknachweis für Stützkonstruktionen, können sich Böschungen langsam verschieben.

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Technische Parameter


ParameterTypischer Wert
Bemessungszugfestigkeit (kurzzeitig)≥ 30 kN/m (Richtwert für Tragschichten)
Dehnung bei Höchstzugkraft≤ 12 % (typisch PET-Gitter)
Kriechbeiwert (10.000 h)≥ 0,65 nach EBGEO
Öffnungsweite (Masche)25–35 mm (mineralische Verfüllung)
UV-Beständigkeit (1000 h Xenotest)≥ 80 % Restfestigkeit

Zugehörige Fachleistungen

01

Detaillierte Gitterauslegung nach EBGEO

Wir berechnen die erforderliche Bemessungszugfestigkeit und die Kriechbeiwerte auf Basis der anstehenden Bodenklassen (DIN 18196) und der geplanten Nutzlast – abgestimmt auf die lokalen Bedingungen in Bielefeld.

02

Baugrunduntersuchung und Klassifikation

Vor der Spezifikation werden bodenmechanische Kennwerte ermittelt (Korngrößenverteilung, Wassergehalt, Scherfestigkeit), um die Interaktion zwischen Geogitter und Boden nach DIN EN ISO 12957-1 zu bewerten.

03

Prüfung der Gitterlieferungen

Wir führen werkseigene Produktionskontrollen (WPK) und Abnahmeprüfungen auf der Baustelle durch – Zugversuche, Maschendickenmessung und UV-Beständigkeitstests gemäß den Vertragsbedingungen.

Geltende Normen


DIN EN ISO 10318-1:2015 (Begriffe und Klassifikation), DIN EN ISO 10319 (Zugversuch an Geokunststoffen), EBGEO – Empfehlungen für den Entwurf und die Berechnung von Erdkörpern mit Bewehrungen aus Geogittern (Ausgabe 2011), DIN 18196 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke)

Häufige Fragen

Welche Normen sind für die Geogitter-Spezifikation in Bielefeld verbindlich?

Maßgeblich sind die DIN EN ISO 10318-1:2015 für Begriffe, die DIN EN ISO 10319 für den Zugversuch sowie die EBGEO (Empfehlungen für Erdkörper mit Bewehrungen). Bei Verkehrswegen kommen die RStO 12 und die ZTV SoB-StB hinzu.

Wie wird die Kriechneigung eines Geogitters für Bielefelder Böden bestimmt?

Die Kriechneigung wird im Zeitstandzugversuch über 10.000 h nach DIN EN ISO 13431 ermittelt. Der daraus abgeleitete Kriechbeiwert (≥ 0,65 nach EBGEO) berücksichtigt die tonig-schluffigen Böden der Region und die wechselfeuchte Witterung.

Welche Gitteröffnungsweite ist für Tragschichten in Bielefeld empfehlenswert?

Für mineralische Tragschichten aus Kies oder Schotter haben sich Öffnungsweiten von 25–35 mm bewährt. Bei feinkörnigeren Böden sollte die Masche enger gewählt werden (20–25 mm), um ein Durchwandern des Bodens zu verhindern.

Kann die Geogitter-Spezifikation die Baukosten in Bielefeld reduzieren?

Ja, eine optimierte Spezifikation vermeidet Überdimensionierung: Statt eines teuren Hochleistungsgitters reicht oft ein PET-Gitter mit 30–40 kN/m, wenn die Bodenklasse und die Lasten genau bekannt sind. Der Preis für eine fachgerechte Spezifikation liegt zwischen 380 und 1.250 Euro, abhängig von Umfang und Prüfaufwand.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bielefeld.

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