In Bielefeld entstehen regelmäßig Neubauten auf Hanggrundstücken, etwa im Stadtteil Gadderbaum oder am Teutoburger Wald. Eine Mauer, die das Erdreich zurückhält, braucht mehr als Beton. Sie braucht eine fundierte Stützwandbemessung. Wir berechnen den Erddruck, prüfen die Gleitsicherheit und berücksichtigen das anstehende Grundwasser. Ohne diese Daten riskieren Sie Risse oder ein Versagen der Konstruktion. Ergänzend dazu führen wir vor Ort Aufschlussbohrungen mit SPT durch, um die Tragfähigkeit des Baugrunds zu ermitteln.
In Bielefeld entscheidet der lokale Boden über die Höhe des aktiven Erddrucks – eine pauschale Bemessung ist fahrlässig.
Methodik und Umfang
Unsere Stützwandbemessung in Bielefeld basiert auf realen Bodenkennwerten. Wir entnehmen Proben und bestimmen die Scherfestigkeit im Labor. Der Erddruckansatz nach Coulomb oder Rankine wird an die örtlichen Verhältnisse angepasst. Dazu gehört auch die Berücksichtigung von Wasserüberdruck oder Verkehrslasten. Für tiefe Baugruben setzen wir ergänzend Baugrubenverbauten mit Spundwänden ein. Die Ergebnisse fließen in ein Standsicherheitsnachweis nach DIN 1054 und EC 7.
Technisches Referenzbild — Bielefeld
Lokale Besonderheiten
In Bielefeld arbeiten wir häufig mit einem Raupenbagger, der den Boden bis zur Gründungssohle freilegt. Das Risiko: Wasser tritt plötzlich aus und destabilisiert die Baugrube. Ein weiteres Problem sind organische Schichten im Untergrund, die nachgeben. Ohne eine korrekte Stützwandbemessung sackt die Mauer ab oder kippt. Wir messen daher vorab den Grundwasserspiegel und dimensionieren die Drainage mit.
Ermittlung des aktiven, passiven und ruhenden Erddrucks unter Berücksichtigung von Kohäsion und Reibungswinkel. Inklusive Nachweis der Gleit- und Kippsicherheit.
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Baugrunduntersuchung vor Ort
Schürfgruben, Rammsondierungen und Laborversuche zur Bestimmung von Scherfestigkeit, Lagerungsdichte und Wassergehalt. Grundlage für jede Stützwandbemessung.
Geltende Normen
DIN 1054 (Baugrund – Sicherheitsnachweise), DIN EN 1997-1 (Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung), DIN 4124 (Baugruben und Gräben), DIN 18196 (Bodenklassifikation)
Häufige Fragen
Welche Bodenarten in Bielefeld beeinflussen die Stützwandbemessung?
In Bielefeld treten häufig Geschiebemergel, Sande und Tone der Kreidezeit auf. Geschiebemergel hat eine hohe Kohäsion, aber auch Quellneigung. Sande liefern hohe Reibungswinkel, sind aber wasserdurchlässig. Tone können bei Wasserzutritt aufweichen. Eine korrekte Klassifikation nach DIN 18196 ist daher entscheidend.
Ist ein Standsicherheitsnachweis für jede Stützwand in Bielefeld Pflicht?
Ja, in Nordrhein-Westfalen gilt die Landesbauordnung. Für Wände ab 1,50 m Höhe ist ein Standsicherheitsnachweis nach DIN 1054 und EC 7 erforderlich. Wir erstellen diesen Nachweis mit allen relevanten Lastfällen – inklusive Erdbeben nach DIN EN 1998-1.
Wie läuft eine Stützwandbemessung bei Ihnen ab?
Zuerst besichtigen wir das Grundstück in Bielefeld und führen eine Baugrunduntersuchung durch. Danach berechnen wir die Erddruckverteilung, dimensionieren die Wandstärke und prüfen die Standsicherheit. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht mit Zeichnungen und Nachweisen.