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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Bielefeld

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Die DIN 18130-1 und die EN ISO 22282-3 legen die Verfahren für den Felddurchlässigkeitsversuch fest, der in Bielefeld aufgrund der heterogenen geologischen Verhältnisse besonders relevant ist. Die Stadt liegt im Übergangsbereich zwischen dem Ravensberger Hügelland und der Westfälischen Bucht, wo wechselnde Schichten aus Ton, Schluff und Sand auftreten. Für eine verlässliche Bewertung der Wasserdurchlässigkeit im Untergrund führen wir den Lefranc-Versuch in Lockergestein und den Lugeon-Versuch im Fels durch. Vor dem Versuch wird der Bohrlochausbau mittels Plattendruckversuch auf Tragfähigkeit geprüft, um Störungen der Messung auszuschließen.

Illustratives Bild von Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Bielefeld
Der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc/Lugeon liefert den kf-Wert als Grundlage für Dränbemessung und Grundwasserabsenkung – direkt vor Ort in Bielefeld.

Methodik und Umfang

Im Stadtgebiet von Bielefeld liegt der Grundwasserspiegel häufig zwischen 3 und 8 Metern unter Gelände, was die Durchlässigkeitsmessung maßgeblich beeinflusst. Wir unterscheiden beim Felddurchlässigkeitsversuch zwischen konstantem Druck und fallender Druckhöhe: Die Versuche werden nach DIN 18130-1 ausgewertet, wobei der kf-Wert als Maß für die Wasserdurchlässigkeit dient. Bei bindigen Böden im Teuto-Bereich kombinieren wir den Feldversuch mit Laborpermeabilität, um konsistente Werte zu erhalten. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bemessung von Bauwerksabdichtungen und Dränsystemen ein.
Technisches Referenzbild — Bielefeld

Lokale Besonderheiten

Der geologische Untergrund in Bielefeld ist durch eiszeitliche Ablagerungen und Lössdecken geprägt, die lokal sehr unterschiedliche Durchlässigkeiten aufweisen. Bei Bauprojekten entlang des Johannisbachs oder in der Nähe der Sparrenburg treten häufig wasserführende Kluftsysteme im Osning-Sandstein auf. Wird der Felddurchlässigkeitsversuch vernachlässigt, drohen unkontrollierte Wasserzutritte in Baugruben oder eine fehlerhafte Dimensionierung von Dränanlagen. Unser Team führt den Versuch mit Doppelpackern aus, um klare Ergebnisse je Tiefenabschnitt zu erhalten, und ergänzt ihn durch Sondierungen mit CPT zur Schichterkundung.

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Technische Parameter


ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenLefranc (Lockergestein) / Lugeon (Fels)
Kennwertkf-Wert (Durchlässigkeitsbeiwert)
Druckbereich0,1 – 10 bar (Lugeon)
Bohrlochdurchmesser76 – 146 mm
Prüfabschnitt0,5 – 3,0 m (Packer-Abstand)
NormDIN 18130-1 / EN ISO 22282-3
AnwendungsbereichBaugruben, Dichtwände, Deponiebasisabdichtungen

Zugehörige Fachleistungen

01

Lefranc-Versuch für Lockergestein

Geeignet für Sande, Kiese und schluffige Böden. Mit konstantem oder fallendem Wasserspiegel wird der kf-Wert direkt im Bohrloch gemessen – ideal für Baugruben in Bielefeld mit oberflächennahem Grundwasser.

02

Lugeon-Versuch für Festgestein

Anwendung im Osning-Sandstein oder Mergel. Schrittweise Drucksteigerung bis 10 bar erfasst Rissweiten und Wasservegsamkeit. Entscheidend für die Planung von Injektionsarbeiten und Dichtschirmen.

03

Packer-Versuche mit Doppelpacker

Trennung einzelner Tiefenabschnitte zur detaillierten Durchlässigkeitsanalyse. Erlaubt die Bewertung diskreter Schichten – besonders in Bielefeld mit seinen wechselnden Sedimentabfolgen.

Geltende Normen


DIN 18130-1:1998-05 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte, Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, EN ISO 22282-3:2014 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, Feldversuche, Teil 3: Wasserdruckversuch (Lugeon), EN ISO 22282-2:2014 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, Feldversuche, Teil 2: Wasserdurchlässigkeitsversuch (Lefranc), DIN 4020:2003-09 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Häufige Fragen

Wann wird der Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Bielefeld empfohlen?

Der Versuch ist immer dann sinnvoll, wenn Bauwerke in den Grundwasserbereich eintauchen – etwa bei Kellergeschossen mit weißer Wanne, Baugruben mit Wasserhaltung oder Abdichtungen unterhalb des Grundwasserspiegels. In Bielefeld mit seinen tonig-schluffigen Deckschichten und klüftigem Sandstein liefert er die verlässlichen kf-Werte für die Dränbemessung.

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Bielefeld?

Die Kosten für den Felddurchlässigkeitsversuch in Bielefeld liegen je nach Bohrtiefe, Anzahl der Prüfabschnitte und Zugänglichkeit des Geländes zwischen 520 und 1020 Euro pro Messstelle. Bei größeren Projekten mit mehreren Versuchen sinkt der Stückpreis durch Synergieeffekte.

Wie lange dauert die Durchführung des Lefranc-Versuchs vor Ort?

Ein einzelner Lefranc-Versuch mit konstantem Druck dauert etwa 2 bis 4 Stunden, abhängig von der Durchlässigkeit des Bodens. Bei geringer Durchlässigkeit (Ton/Schluff) kann die Sättigungszeit auf bis zu 6 Stunden anwachsen. Der Lugeon-Versuch mit mehreren Druckstufen benötigt rund 3 bis 5 Stunden pro Packerabstand.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bielefeld.

Standort und Servicegebiet